07.05.2024 - Nürnberg
Anwenderberichte dürfen gerne spannend und instruktiv, vor allem aber sollten sie auch glaubwürdig sein. Die Suggestivkraft von PR-Botschaften und Werbemitteln, so unsere Erfahrung, hat gerade auf dem technischen Sektor abgenommen. Die Gründe kennt jeder: Selbst Routineprozesse im öffentlichen, im Alltags- wie im Berufsleben funktionieren heute in nachlassender Weise. Entsprechend hat sich der Energieaufwand, den wir für den Erfolg selbst von Standardabläufen aufbringen, nachhaltig erhöht. Nicht die Maschine – oft effizienter, präziser, produktiver denn je – nein, das Drumherum macht zunehmend Sorgen.
Dies hat notwendig zur Folge, dass wir auch im Bereich Produktmarketing nicht mehr von Umgebungen ausgehen sollten, innerhalb derer alles rund läuft. Attribute wie „ideal“ und „optimal“ können allmählich aus unserem aktiven Wortschatz entsorgt werden. Viel wichtiger ist es, gerade auch in Success Stories darzulegen, wie schnell, wie wirksam, wie verbindlich wir reale oder mögliche Problemfälle als Lieferant bewältigen. „Präsenz, wenn`s brennt“ erscheint hier grundlegender als eine „Einwand-frei“-Storyline, die unseren alltäglichen Erfahrungen zuwiderläuft.
Beispiel werbegetriebene Heimwerkervideos: Wer hat selbst nicht mal die Erfahrung gemacht, dass das Ignorieren möglicher Schwierigkeiten oder Probleme auf der Darstellungsebene, weitere Probleme verursacht. Einmal auf diese Weise alleingelassen, werden wir misstrauisch; ein Entfolgen ist die logische Konsequenz.
Fazit: „Success“ heißt heute vor allem, da zu sein und zu helfen, wenn man gebraucht wird, anstatt Case Studies zu entwerfen, bei denen man nie gebraucht wird.